40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl blickt der BUND Saar mir Sorge auf die geplante Laufzeitverlängerung der 4 Atomreaktoren in Cattenom
Kühltürme Kraftwerk Cattenom / Foto: Martin Kornbrust
Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland aus der Nutzung der Kernenergie ausgestiegen ist.
Leider sind die Risiken, die von Atomkraftwerken ausgehen, durch grenznahe Reaktoren immer noch vorhanden. Unmittelbar hinter der Grenze zu Frankreich sind in Cattenom 4 Kernreaktoren seit fast 40 Jahren in Betrieb und sollen noch 20 Jahre weiter laufen werden mit allen Risiken, die damit verbunden sind. Die Reaktoren in Cattenom sind nicht mit denen aus Tschernobyl vergleichbar und es ist auch nicht mit Tsunamis zu rechnen. Entscheidend ist die Tatsache, dass die 4 Reaktorblöcke fast 40 Jahre in Betrieb sind und für 40 Jahre Betriebszeit ausgelegt sind.
Jetzt sollen sie nach periodischen Sicherheitsüberprüfungen noch bis mindestens 2047 weiter betrieben werden. Viele Bauteile können bis dahin ausgetauscht oder repariert werden, der Reaktorbehälter ist aber nicht austauschbar. Je älter ein Kernreaktor wird, um so mehr macht sich eine Materialermüdung durch die intensive radioaktive Strahlung und die hohen Temperaturen bemerkbar. Dazu kommen noch weitere Risiken wie Flugzeugabstürze, Sabotage oder gezielte Terrorangriffe.
Die Nutzung der Kernenergie ist nicht nur eine Hochrisikotechnologie, die bei schweren Störfällen nicht beherrschbar ist. Sie passt auch nicht in zur Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien, weil sie zu unflexibel ist und nicht dezentral eingesetzt werden kann. Abgesehen davon wird das Problem mit den radioaktiven Abfällen den nachfolgenden Generationen überlassen.