BUND Landesverband Saarland

Reihe: „Umwelt erleben, Natur verstehen, Arten erkennen“

Foto: Rote Mauerbiene c/o BUND RG Köllertal

Zum Tag der Biene: Workshop Insektenhotels bauen

Insektenschutz und Rettung für die Wildbienen ist in aller Munde. Was viele nicht wissen: mit einem nicht artgerecht gebauten Insektenhotel kann man den Insekten, die man schützen und beherbergen will, mehr schaden als nutzen. Viele, gerade trendmäßig verkaufte, Insektenhotels sind völlig ungeeignet und verletzen die Insekten beim Einzug oder locken ihre Fressfeinde für den Nachwuchs an! Und natürlich muss in der nahen Umgebung des Insektenhotels auch für ausreichend Futterquellen und Wasser gesorgt sein. Insektenhotel im sterilen, versiegelten Schottergarten geht gar nicht!

In diesem Workshop lernen Sie viel Wissenswertes über verschiedene Wildbienenarten und Insekten und können mit einfachen Mitteln eine nachhaltige Unterkunft und Brutstätte für Wildbienen und Insekten, zum Mitnehmen, selbst herstellen.

Für BUND-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.

Für das Material wird ein Kostenbeitrag von 5 € erhoben.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Teilnehmer begrenzt. Anmeldung unter:
heike.sicurella(at)bund-saar.de  
oder per Telefon 0681/813700 Landesgeschäftsstelle BUND Saar

Termin: 20.05.2021 15.00 - 17.00 Uhr

Dozent: Peter Thomas
Bastelanleitung: Axel Haag
Unkostenbeitrag für Material: 5 €
Treffpunkt: Hahnenstraße 74, 66292 Riegelsberg
 


Reihe: „Umwelt erleben, Natur verstehen, Arten erkennen“

Zum Tag der Artenvielfalt: Käfer – die erfolgreichste Tiergruppe der Welt

Foto: BUND Saar c/o Dr. Martin Lillig

Vor etwa 300 Millionen Jahre krabbelten die ersten Käfer durch das Permzeitalter, also geologisch betrachtet, „kurz“ nachdem die Kohle entstanden war. Seither haben diese Insekten die gesamte Erde erobert. Besser: fast die gesamte Erde. In den Ozeanen und in den vergletscherten Gebieten der Pole und der Hochgebirge fehlen sie. Rund 380.000 Arten sind heute der Wissenschaft bekannt. Ein Vielfaches dieser Zahl an unentdeckten wird vermutet.

Ständig werden neue Arten wissenschaftlich beschrieben und somit bekannt gemacht. Häufig sind dies tropische oder subtropische Arten. Die Insekten, und damit auch die Käfer, des Amazonastieflands, vor allem die der Baumkronen, sind noch immer nahezu unbekannt. Aber auch in unserer Nähe ist noch lange nicht alles erforscht. So sind die Länder am Mittelmeer, Jordanien oder Oman noch voller Überraschungen. Wer glaubt, in Deutschland würden keine „neuen“ Arten mehr gefunden, der irrt. Zum einen werden auch hier bislang unbekannte Arten entdeckt. Sie verstecken sich in der Regel durch ihre enorme Ähnlichkeit unter den bekannten und werden manchmal eher zufällig durch genetische Analysen als eigene Arten entlarvt. Zum anderen gibt es keine starren Artengemeinschaften. In einer Landschaft kommen und gehen die Arten. Gründe können (1) in der Konkurrenz der Arten untereinander oder (2) in einer Veränderung der Lebensräume, beispielsweise durch Nutzungswechsel oder klimatische Veränderung liegen, oder (3) durch Verdriftung durch Wasser und Wind oder Verschleppung geschehen.

Die meisten Käfer leben in den Tropen. In Deutschland sind es rund 6.500, im Saarland fast 3.500 Arten. Einige von ihnen werden wir während der Exkursion zu diesen faszinierenden Insekten aufspüren.

Anmeldung unter: heike.sicurella(at)bund-saar.de
oder per Telefon 0681/813700 (Landesgeschäftsstelle BUND Saar)

Termin: 22.05.2021, 14:00-16:30 Uhr

Dozent: Dr. Martin Lillig
Bitte mitbringen: Botanikerlupe (ab 10facher Vergrößerung), falls vorhanden

Treffpunkt: Haus Eckert, Jabacher Straße 87, Lebach
 


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