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BUND Landesverband Saarland

Foto: K. Borger

Wildkatzen finden derzeit den Straßentod
Vermehrt Unfälle mit Wildkatzen im Saarland


Saarbrücken. Im Frühjahr bekommen Europäische Wildkatzen Nachwuchs. Ein halbes Jahr bleiben die Kleinen bei ihrer Mutter. Dann müssen sie ihre Kinderstube verlassen, sich auf Wanderschaft begeben und sich ein eigenes Revier suchen. Diese Zeit hat nun begonnen. Die unerfahrenen Katzen stoßen im dicht mit Verkehrswegen durchzogenen Saarland häufig auf Straßen. Da sie die Gefahren, die dort auf sie lauern, nicht kennen, kommen viele Tiere so ums Leben.

In der letzten beiden Oktoberwochen wurden mindestens drei Wildkatzen im Saarland überfahren: am Saarbrücker Kreuz, bei Theley und in der Nähe von Bischmisheim. Da das Saarland ein für die Europäische Wildkatze wichtiger Lebensraum ist und hier in fast allen Wäldern vorkommt, müssen Autofahrer überall außerhalb der Siedlungen mit ihnen rechnen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bittet Autofahrer daher gegenwärtig um besondere Achtsamkeit im Straßenverkehr, insbesondere in waldreichen Gegenden.
„Der Tod an der Straße ist eine der häufigsten Todesursachen für Wildkatzen", so Christoph Hassel, Vorsitzender des BUND Saarland. Hassel weiter: „In der dunklen Tageszeit, wenn die Katzen aktiv sind, besteht vor allem in waldreichen Bereichen stets die Gefahr eines Wildunfalls, auch mit Beteiligung der seltenen Wildkatze.“

Um die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren, fordert der BUND, Möglichkeiten der Straßenquerung für die Wildkatze und viele andere Tiere zu verbessern und neue zu schaffen. Das Saarland ist das einzige Flächenland Deutschlands ohne eine einzige Grünbrücke. Solche Bauwerke helfen nicht nur dem Wild, sondern auch den Menschen. Schäden an Fahrzeugen, aber auch Unfallverletzungen der Autofahrer können reduziert werden. Die deutsche Versicherungswirtschaft zahlte für die 275.000 Wildunfälle im Jahr 2017 rund 744 Millionen Euro.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle des BUND Saar gerne zur Verfügung.


Christoph Hassel
Landesvorsitzender BUND Saar

Pressekontakt
BUND Saar
Landesgeschäftsstelle
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
Tel. 0681 813700
info@bund-saar.de


Quelle Unfallstatistik: https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/zahl-der-wildunfaelle-so-hoch-wie-noch-nie-36172, abgerufen am 30.10.2019.

 

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