Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Saarland

Foto: BUND Saar

BUND Saar begrüßt Verordnung des Landes
Sonnenstrom auch von Agrarflächen möglich
Wichtiger Impuls für die Energiewende


Der BUND Saar begrüßt die Verordnung des Landes, um die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen in benachteiligten Gebieten im Saarland zu ermöglichen. Mit Veröffentlichung im Amtsblatt des Saarlandes ist die Verordnung am 06.12.2018 in Kraft getreten. So sollen in den nächsten vier Jahren auf solchen Flächen bis zu 100 Megawatt peak Solarstromleistung zugebaut werden. Sie stellen eine Ergänzung zu Anlagen auf Dächern und versiegelten Flächen dar, auf denen es noch viele ungenutzte Potenziale gibt, die vorrangig erschlossen werden sollten.

„Die Verordnung ist ein wichtiger Impuls für die Energiewende im Saarland, die in letzter Zeit etwas ins Stocken geraten ist. Die Verordnung eröffnet die Möglichkeit, regionale Wertschöpfung durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im Saarland zu generieren. Wir dürfen jetzt weiter keine Zeit verlieren, der weltweit voranschreitende Klimawandel mahnt zu schnellem und entschlossenen Handel“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Belange des Naturschutzes wurden nach Ansicht des BUND bei der Ermittlung der Flächenkulisse umfassend und ausreichend beachtet. So dürfen solche Anlagen beispielsweise nicht in Naturschutzgebieten oder auf sonstigen naturschutzfachlich wertvollen Flächen errichtet werden. Auch hält sich der „Flächenverbrauch“ mit insgesamt ca. 200 Hektar, die zur Erreichung des Ausbauziels von 100 Megawatt peak benötigt werden, in Grenzen, zumal die Entwicklung in der Zukunft immer mehr in Richtung Doppelnutzung gehen wird.

Bei solchen Systemen wird die Flächenkonkurrenz zwischen landwirtschaftlicher Produktion/Nutzung und Stromerzeugung deutlich entschärft. Ein Beispiel hierfür ist der Solarpark in Dirmingen, in dem senkrechtstehende, bifaziale Module verarbeitet wurden. Oder auch die Erprobung von Agro-PV-Systemen am Bodensee, bei denen die Module so hoch aufgeständert werden, dass darunter ein Anbau von Feldfrüchten möglich ist. Solchen Systemen gehört nach Ansicht des BUND die Zukunft, und sie können für die Landwirte einen echten Mehrgewinn bedeuten.

„Gefordert sind jetzt aber auch die Kommunen, die im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung den Bau solcher Anlagen planungsrechtlich ermöglichen können. Sie sind ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und die Energiewende im Saarland“, so Hassel abschließend.


(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender BUND Saar
 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb