Foto: BUND Saar c/o Th. Hey

Ohne Bäume wird´s heiß: BUND Saar fordert mehr Stadtgrün

Zum Tag des Baumes am kommenden Samstag (25. April) ruft der BUND im Saarland Städte und Gemeinden dazu auf, Stadtgrün konsequent zu stärken, mehr Bäume zu pflanzen und bestehende Bestände besser zu pflegen.

Für die kommunale Entwicklung muss Stadtgrün politisch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Im Rahmen der europäischen EU Nature Restoration Law gilt künftig unter anderem das Ziel, keinen Nettoverlust an urbanem Grün und Baumbestand bis 2030 zuzulassen sowie den Anteil der Baumkronen in Städten langfristig zu erhöhen.

Angesichts zunehmender Hitzeperioden wird die Bedeutung von Bäumen auch im Saarland immer deutlicher: Städte wie Saarbrücken sind durch den Wärmeinseleffekt häufig deutlich wärmer als ihr Umland. Bäume wirken dem aktiv entgegen – sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern die Luftqualität.

Studien zeigen, dass die Temperatur in baumbestandenen Bereichen um mehrere Grad sinken kann, wodurch ein Aufenthalt im Freien merklich angenehmer wird. Gleichzeitig filtern Bäume Schadstoffe aus der Luft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz. Ein ausgewachsener, gesunder Baum kann zudem täglich mehrere hundert Liter Wasser verdunsten und so zur natürlichen Kühlung beitragen – und wirkt so wie eine natürliche „Klimaanlage“.

„Bäume gelten als grüne Lungen der Städte – und das zu Recht. Sie verbessern die Luftqualität, speichern CO2, spenden nebenbei in den Sommermonaten dringend benötigten Schatten und senken nachweislich die Umgebungstemperatur. Allerdings haben sie es zunehmend schwer, ihr Potenzial voll auszuschöpfen: Hitze, Trockenheit, zu kleine Baumscheiben und verdichtete Böden erschweren ihre Entwicklung erheblich“, erklärt Meike Tatay, Landesgeschäftsführerin des BUND Saar.

Leider stehen viele Stadtbäume unter Druck: Neben Trockenheit und Hitze leiden sie unter Flächenkonkurrenz und ungeeigneten Standortbedingungen. Sie haben in mehrerlei Hinsicht zu wenig Platz, sowohl oberirdisch, um große, schattenspendende Kronen auszubilden, als auch unterirdisch, um ein ausreichend großes Wurzelgeflecht entwickeln zu können. Der BUND Saar fordert daher, Stadtgrün stärker als zentrale Infrastruktur zu begreifen und konsequent auszubauen. 

Neben politischen Maßnahmen können auch Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten – etwa durch die Übernahme von Grünflächen- oder Baumpatenschaften sowie durch lokales Engagement für mehr Begrünung im direkten Wohnumfeld.

Der BUND Saar selbst hat im Zuge des „Einheitsbuddelns“ 2025 in Lebach-Jabach eine Streuobstwiese angelegt, um sowohl Lebensräume zu schaffen und zu schützen, als auch das Mikroklima zu verbessern. 

https://www.saarbruecken.de/leben_in_saarbruecken/buergerengagement/patenschaften/gruenflaechenpaten


https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/stadtbaeumen-durch-die-trockenheit-helfen/

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