Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Saarland

BUND / Thomas Stephan

Niedlich aber wild! Wildkätzchen nicht mitnehmen
Jetzt werden die jungen Wildkätzchen geboren


Saarbrücken: Nicht nur Rehe, Wildschweine und Füchse bekommen in diesen Monaten Nachwuchs. Auch von der Europäischen Wildkatze gibt es nun Jungtiere in den saarländischen Wäldern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appelliert an Spaziergänger und Wanderer, die Wildkätzchen nicht anzufassen oder gar mitzunehmen, auch wenn sie scheinbar allein und mutterlos sind. „Das Muttertier ist in der Regel nicht weit weg, ist meist auf Mäusejagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe“, erklärt Christoph Hassel, BUND-Landesvorsitzender.


Häufig werden die grau-getigerten Wildkätzchen für Nachwuchs verwilderter Hauskatzen gehalten. „Insbesondere junge Wildkatzen sehen Hauskatzen zum Verwechseln ähnlich“, erläutert Hassel weiter. „Mit zunehmendem Alter verblassen die Fellzeichnungen. Sie sind dann durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Spitze als Wildkatze besser zu erkennen.“Da die Europäische Wildkatze unter strengem Schutz steht, empfiehlt der BUND, im Zweifel die Tiere in Ruhe zu lassen. Wenn Spaziergänger aber unsicher sind, ist es sinnvoll, den BUND zu kontaktieren und die Stelle, an der die Kätzchen gesichtet wurden, mitzuteilen. Fotos sind zum Erkennen der Katzen oft hilfreich.


Die größte Bedrohung für die Europäischen Wildkatzen ist die Zerschneidung ihres Lebensraums. Gerade im dicht mit Ortschaften und Verkehrswegen durchzogenen Saarland kommt es beim Überqueren von Autobahnen und sonstigen Straßen immer wieder zu Todesfällen. Aber auch weite, ausgeräumte Ackerflächen stellen für die Wildkatze eine Gefahr dar. Sie verlassen ungern den schützenden Wald und überqueren große Felder nicht. Inzucht und genetische Verarmung drohen. Deshalb sind die Europäischen Wildkatzen – und mit ihr viele andere Waldtierarten – auf ein Netzwerk aus Wäldern angewiesen. Verbindungen aus Bäumen und Büschen helfen ihnen, neue Lebensräume zu erobern und Paarungspartner zu finden. Der BUND engagiert sich deshalb seit nunmehr 15 Jahren für ein „Rettungsnetz Wildkatze“ mit einem Waldverbund von 20.000 grünen Kilometern über ganz Deutschland.

Weitere Informationen:
Die Wildkatze ist vor allem in Mittel- und Südwestdeutschland beheimatet, vermehrte Meldungen gibt es aber etwa auch aus Bayern oder Sachsen. Eine druckfähige Karte zur Verbreitung der Wildkatze in Deutschland finden Sie unter www.bund.net/wildkatzenfotos.
Wer Wildkatzenjunge gesehen hat, kann dies dem BUND „Rettungsnetz Wildkatze“ melden: info(at)bund-saar.de.

Pressefotos: www.bund.net/wildkatzenfotos, © siehe Fotobeschreibung

Pressekontakt:
BUND Saar, Evangelisch-Kirch-Straße 8, 66111 Saarbrücken
Tel. 0681 813700
info(at)bund-saar.de

 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb