BUND Landesverband Saarland

Foto: BUND Saar

Bundesländerindex Mobilität und Umwelt

Das Saarland hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verbessert und belegt im heute veröffentlichten Bundesländerindex Mobilität und Umwelt Platz 9.

Der BUND LV Saar e.V. sieht im Ergebnis des Bundesländerindexes auch das Resultat einer unter Umweltgesichtspunkten verfehlten/nicht ausreichenden Verkehrspolitik der letzten Jahre, die in Zeiten der Klimakatastrophe endlich ganzheitlich auf neue, solide Füße gestellt werden muss.

Der wissenschaftliche Ländervergleich, den das Forschungsinstitut Quotas im Auftrag der Allianz pro Schiene, des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) erstellt hat, spiegelt dabei die mobilitätsrelevanten amtlichen Statistiken und die verkehrspolitischen Weichenstellungen aller 16 Länder wieder. Den Bundesländerindex ermittelten die Wissenschaftler anhand der fünf Kategorien Klimaschutz, Luftqualität, Verkehrssicherheit, Lärmminderung und Flächenverbrauch.

Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar dazu: „Das Saarland liegt im Gesamtergebnis mit lediglich 47 von 100 möglichen Punkten auf Platz 9 und das zeigt, dass noch viel Arbeit auf dem Weg zur Verkehrswende vor den handelnden Politiker*innen liegt." Es scheint, als sei der Verkehr als wesentliche Ursache für Lärm, Schadstoffe, Flächenverbrauch und die Klimakatastrophe noch immer nicht in den Köpfen aller Landespolitikerinnen und -politiker angekommen.

Für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger müssen aber endlich effektive Maßnahmen für die Luftqualität und den Lärmschutz in unseren Städten umgesetzt werden. Zudem müssen Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmende und der Klimaschutz im Verkehr endlich bundesweit ins Zentrum der Bemühungen rücken. Es ist unabdingbar, dem Verkehrsverbund aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr mehr Raum zu geben und ihn besser finanziell auszustatten. Anstatt für unsere Mobilität immer neue Flächen aufwändig, kostspielig und umweltzerstörend zu versiegeln, muss die vorhandene Verkehrsinfrastruktur optimiert und verbessert werden. Eine veränderte, faire Aufteilung des bestehenden Straßenraums ist mit Blick auf die Verkehrswende unumgänglich.

Nur wenn die Politik auf allen Ebenen, also Bund, Land und Kommunen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden, kann die Verkehrswende ernsthaft in der Stadt und auf dem Land an Fahrt gewinnen. Wir als BUND Saar werden diese Entwicklung weiter kritisch begleiten und kraftvoll vorantreiben.

Link zum Bundesländerindex 2020/21:
https://www.allianz-pro-schiene.de/wp-content/uploads/2020/10/2020_Bundeslaenderindex.pdf


(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender BUND Saar

 

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