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BUND Landesverband Saarland

Foto: BUND / Thomas Stephan

Achtung Nachwuchs: Wildkätzchen bitte nicht mitnehmen
Wildkatzen bekommen Nachwuchs

Saarbrücken. Ab April, in den ersten Frühlingswochen, werden die Jungen der Europäischen Wildkatze geboren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appelliert deshalb an Spaziergänger und Wanderer, kleine Kätzchen im Wald nicht anzufassen oder mitzunehmen. „Junge Wildkatzen sehen Hauskatzen oftmals zum Verwechseln ähnlich", erläutert Christoph Hassel, Vorsitzender des BUND Saar. „Werden die Wildkätzchen mitgenommen, bedeutet dies eine starke Belastung und unnötige Risiken für diese seltenen Tiere.“

„In Menschenhand besteht für die Wildkätzchen ein sehr hohes Risiko, sich mit Hauskatzenkrankheiten anzustecken“, erklärt Hassel weiter. „Zudem sind Wildkatzen geschützte Wildtiere. Sie dürfen nicht ohne Not in menschliche Obhut genommen werden. Auch wenn die Katzenjungen allein und mutterlos erscheinen, sollte man Abstand halten. Meistens ist das Muttertier auf Mäusejagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe.“ Die Beobachtungen können gerne dem BUND Saar gemeldet werden.

Junge Wildkatzen haben noch ein deutlich gestreiftes braun-graues Fell und blaue Augen. Erst wenn sie älter werden, wirkt die Fellzeichnung verwaschen und sie sind durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Spitze als Wildkatze besser zu erkennen. Das Verbreitungsgebiet der Wildkatze in Deutschland erstreckt sich über Mittel- und Süddeutschland. Zuletzt konnte der BUND auch in Brandenburg, in der Lüneburger Heide und in Nordsachsen wieder Tiere nachweisen. Im Saarland ist die Wildkatze in den meisten Wäldern zu Hause. Daher ist mit ihnen in und in der Nähe aller Wälder zu rechnen.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle des BUND Saar gerne zur Verfügung.

BUND Saar
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
info@bund-saar.de
Tel. 0681 813700

Christoph Hassel
Landesvorsitzender BUND Saar

Hintergrund:

Der BUND setzt sich seit mehr als 15 Jahren mit seinem Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" für den Schutz der gefährdeten Europäischen Wildkatze in Deutschland ein. Bundesweit untersuchen Naturschützerinnen und Naturschützer die Entwicklung der Bestände und engagieren sich für die Vernetzung der Lebensräume der Wildkatze. Da die Tiere auf Deckung angewiesen sind, brauchen sie "grüne Korridore" aus Büschen und Bäumen, um neue Lebensräume zu erobern. Gleichzeitig fordert der BUND die Politik auf, sich stärker für den Schutz der Biologischen Vielfalt in Deutschland einzusetzen. Dazu gehören auch der Bau von Grünbrücken oder Unterführungen an Unfallschwerpunkten und ein Verzicht auf weiteren Straßenbau.

Mehr Informationen und Kontakt, wenn man Wildkatzenjunge gesehen hat:
www.bund.net/wildkatze

Wildkatzenfotos und druckfähige Verbreitungskarte der Europäischen Wildkatze in Deutschland:
www.bund.net/wildkatzenfotos

 

 

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