BUND-Projekt: Prozessschutzorientierte Waldbewirtschaftung in Quierschied

Am 21.11.2006 haben das Ministerium für Umwelt, der SaarForst-Landesbetrieb und der BUND Saar eine gemeinsame Vereinbarung über die Durchführung und Begleitung des Projektes "Prozessschutzrevier Quierschied" unterzeichnet.
"Prozessschutz im Wirtschaftswald bedeutet, dass so gewirtschaftet wird, dass die natürlichen Abläufe wie zum Beispiel die Naturverjüngung und die natürliche Selektion und die natürliche Dynamik in den Wäldern weitgehend zugelassen werden. Sie werden im Sinne der Wirtschaftsziele genutzt, soweit sie zielführend sind.


Unserer Ansicht nach ist daher die prozessschutzorientierte Waldbewirtschaftung wegen der zu erwartenden erheblichen Kosteneinsparungen durch biologische Automation, Extensivierung und verringertes Produktionsrisiko nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sehr attraktiv. Sie zeichnet sich durch eine hohe Naturnähe, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und die Verpflichtung zur konsequenten Umsetzung aus. Es ist daher unserer Ansicht nach das Konzept zur dauerhaft-nachhaltigen und ökologischen Nutzung unserer Wälder nicht nur in Mitteleuropa", so Christoph Hassel, stellv. Landesvorsitzender des BUND Saar.

Eingriffe forstlicher Art in Prozessschutzwäldern erfolgen nach dem Minimum-Prinzip, verbunden mit dem Ziel, die naturnahe Waldwirtschaft zu fördern, die Qualität der verbleibenden Bäume anzuheben und reife Bäume zu ernten. Um diese natürlichen Prozesse beobachten und aus ihnen lernen zu können, werden zehn Prozent der Waldfläche als so genannte Referenzflächen ausgewiesen, auf denen forstliche Eingriffe unterbleiben.

Ziele

In dem rund 950 Hektar großen Revier in Quierschied sollen die waldbaulichen Strategien langfristig weitergeführt, entwickelt, dokumentiert und ausgewertet werden. Die mittel- und langfristige betriebliche Zielsetzung soll unter Beteiligung des BUND Saar erfolgen. Hier sollen die Wirtschaftspläne mit dem BUND abgestimmt werden. Betriebswirtschaftliche Ergebnisse und waldbauliche Entwicklungen werden im Rahmen der bestehenden Informationssysteme dokumentiert und dem BUND zeitnah zur Verfügung gestellt.



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