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Presseerklärung Nr. 20/2011

BUND Saar kritisiert Durchhalteappell der Umweltministerin
Viele ökologische Gründe sprechen gegen das Mammutprojekt „Stadtmitte am Fluss“ in Saarbrücken

Der BUND Saar kritisiert Äußerungen der saarländischen Umweltministerin Dr. Peter, die unlängst eine parteiübergreifende Unterstützung für das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ gefordert hatte. Der BUND widersetzt sich von Beginn an aus ökologischen Gründen den Planungen zu „Stadtmitte am Fluss“.

„Wir bedauern diesen Durchhalteappell der Ministerin gerade zu diesem Zeitpunkt sehr, wo doch diese Planung für dieses Mammutprojekt insbesondere für den Tunnel im Scheitern begriffen ist. Unserer Auffassung nach verbessert dieses Projekt eben nicht den Hochwasserabfluss der Saar, wie dies von der Umweltministerin dargestellt wurde. Entsprechende Gutachten belegen das Gegenteil“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Der BUND Saar weist erneut auf einige weitere ökologisch bedenkliche Auswirkungen des Projekts hin wie:

-    Sperrwirkung der Tunnelwand gegenüber drückendem Grundwasser mit
     Aufstau und Abpumpnotwendigkeit in die Saar (Energieaufwand),
-    dauernder Energieaufwand auch für Belichtung, Be- und Entlüftung des
     Tunnels;
-    stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen an den Tunnelein- und ausgängen;
-    Verkehrsverlagerung von der Autobahn (besonders auch durch Wegfall der
     Abfahrt Wilhelm-Heinrich-Brücke) auf eine ganze Reihe von umliegenden
     Straßen,
-    mehr als Verdoppelung des Verkehrs auf der Franz-Josef-Röder-Str. mit dann
     12.000 Fahrzeugen täglich, wobei diese Straße als "Promenade" beworben wird,
-    während der vieljährigen Bauzeit wird es zu schädlichen Auswirkungen in Form
     von Umleitungen, Lärm, Abgasen kommen.

„Angesichts der dramatischen Finanzlage und der landauf und landab geführten Diskussionen über Sparmaßnahmen wünschen wir uns nicht, dass 350 Millionen Euro für ein solch ökologisch fragwürdiges Projekt ausgegeben werden. Angesichts leerer Kassen wäre das Geld an anderer Stelle sicherlich besser aufgehoben“, so Hassel.


(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender BUND Saar



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