Presseerklärung Nr. 02/2018

Foto: Thomas Stephan / BUND

BUND Saar sucht Wildkatzen im Raum Saarlouis
Wildkatzen im Saarkohlenwald
Suche nach der Wildkatze geht weiter


Saarbrücken. Wenn der Winter allmählich dem Frühling weicht, kommt es bei vielen Tieren zum Haarwechsel. Diese Zeit nutzt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) zur Suche nach Wildkatzen. Denn jetzt ist es möglich, mit Hilfe der Lockstockmethode Haare der seltenen Katze einzusammeln. Holzpfähle werden mit Baldrian besprüht und in den Untersuchungsgebieten nach einem speziellen Schema gesetzt. Der Baldrian lockt die Katzen magisch an. Wenn sich die Tiere am Lockstock reiben, bleiben an der rauhen Oberfläche Haare hängen, die gesammelt und im Labor analysiert werden. „Im vergangenen Jahr suchten wir so im Saarkohlenwald zwischen Saarbrücken, Holz und Quierschied. Für viele überraschend, konnten wir mindestens drei Wildkatzen in den nicht oder nur wenig intensiv bewirtschafteten Waldbereichen feststellen“, so Christoph Hassel, Vorsitzender des BUND Saar.

Mit dem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ erforscht der BUND seit über zehn Jahren die Europäische Wildkatze in Deutschland. Sie ist eine echte Ureinwohnerin Europas und lebt zurückgezogen in naturnahen Wäldern. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet, gibt es in Deutschland heute schätzungsweise 5.000 bis 7.000 Exemplare. Im Saarland könnten es nach Schätzungen des BUND Saar zwischen 300 und 500 sein.

Es soll herausgefunden werden, wo die oftmals unbemerkt lebende Katze vorkommt. Aber auch ihre Genetik ist Gegenstand der Untersuchungen. Die Experten werden durch viele ehrenamtlich tätigen Naturschützer unterstützt.

So konnten im Saarland während der vergangenen Jahre an zahlreichen Stellen Wildkatzen nachgewiesen werden, an denen sie vorher unbekannt waren. Derzeit untersucht der BUND Saar Wildkatzen im Raum Saarlouis. „Wir bekamen bereits Mitteilungen aus der Bevölkerung zu Wildkatzenbeobachtungen in dem Gebiet zwischen Wadgassen und Wallerfangen. Diesen gehen wir nun nach. Es ist nicht unwahrscheinlich, auch hier Wildkatzen zu finden“, so Christoph Hassel. Der BUND wird bei dem Wildkatzenprojekt durch das Umweltministerium, die Waldbesitzer und die Jägerschaft unterstützt.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle des BUND Saar gerne zur Verfügung.

BUND Saar
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
info@bund-saar.de
Tel. 0681 813700

Grafiken zur Verbreitung der Wildkatze und Pressefotos:
www.bund.net/wildkatzenfotos (Das Copyright entnehmen Sie bitte der Fotobeschreibung.)



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