BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


27. März 2015

BUND Saar ruft Einwohner des Warndt zur Teilnahme an Geruchsstudie auf - Geruchsbelästigungen sowie Gefahren durch Giftstoffe müssen geklärt werden

Einwohner des Warndt leiden schon seit längerem unter Geruchsbelästigungen, die möglicherweise von der Chemieplattform im französischen Carling stammen. Um den Gerüchen und auch möglichen Gesundheitsgefahren durch Giftstoffe auf die Spur zu kommen, hat sich vor gut einem Jahr die Bürgerinitiative „Saubere Luft für die Warndtgemeinden e.V.“ gegründet. In einer Geruchsstudie soll die Ursache der Gerüche gefunden werden.

Die Geruchsbelästigungen schränken die Lebensqualität vor allem in den Sommermonaten, in denen sich die Menschen gerne draußen aufhalten, erheblich ein. Laut der Bürgerinitiative besteht allerdings auch der Verdacht, dass mit dem Wind möglicherweise Giftstoffe von der Chemieplattform in die Warndtgemeinden geweht werden. „Die Einwohner sorgen sich also nicht nur um ihre Lebensqualität, sondern auch um ihre Gesundheit“, sagt Caroline Jung, Beisitzerin im Vorstand des BUND Saar. „Zwar geht es in dem Forschungsprojekt erst einmal darum, den Ursprung der Geruchsbelästigungen zu klären, also nicht um die Untersuchung möglicher Giftstoffe. Wenn aber in dem Projekt eindeutig belegt werden kann, ob die Gerüche aus Carling stammen oder nicht, wäre man in der Frage nach Gesundheitsgefahren, die von der Chemieplattform ausgehen könnten, auch einen Schritt weiter.“

Es hat bereits eine erste Erhebungsphase zu den Gerüchen gegeben. Leider sind hier zu viele Teilnehmer wieder abgesprungen, daher war die Datenlage letztlich nicht aussagekräftig. Umweltminister Jost hat jedoch zugesichert, eine zweite Testphase zu finanzieren – unter der Voraussetzung, dass genügend Teilnehmer gefunden werden, die bereit sind, von April bis Juni auf Gerüche zu achten und diese auch zu melden.

„Wir sehen es als unumgänglich an, den Ursprung der Gerüche und die Frage nach schädlichen Stoffen zu klären, um Gefahren für Menschen und Natur zu erkennen und abzustellen“, so Jung weiter. Der BUND Saar untersützt die Bürgerinitiative und bittet die Einwohner der Warndtgemeinden, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Alle Informationen zur Teilnahme finden sich unter
 www.bi-saubereluft.de/gassensorenprojekt


(Caroline Jung)
Beisitzerin BUND Landesvorstand


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/browse/5/artikel/bund-saar-ruft-einwohner-des-warndt-zur-teilnahme-an-geruchsstudie-auf-geruchsbelaestigungen-sowie/