BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


15. September 2016

BUND Saar begrüßt geplantes Biomassezentrum Bessere Nutzung der Biomasse im Saarland dringend notwendig

Der BUND Saar begrüßt ausdrücklich den geplanten Bau eines saarländischen Biomassezentrums in Ensdorf. Zur Zeit kann von einer konsequenten energetischen und stofflichen Nutzung der im Saarland anfallenden Biomasse keine Rede sein. Der in den grünen Tonnen gesammelte Biomüll wird mit LKW´s zu Vergärungsanlagen außerhalb des Saarlandes transportiert. Nur der holzige Anteil des von den Kommunen gesammelten Grünguts wird zum Teil thermisch verwertet, während der krautige Anteil nur kompostiert wird.

Da viele saarländische Haushalte aus hygienischen Gründen oder wegen Platzmangel auch in Zukunft auf die Eigenkompostierung verzichten und die Biotonne nutzen werden, bietet sich zusammen mit den krautigen Anteilen des Grünschnittes aus Gartenbau und Landschaftspflege eine energetische Nutzung in Form einer Co-Vergärung an. Die so gewonnene Energie stammt aus nachwachsenden Rohstoffen und stellt somit einen Beitrag zum Klimaschutz dar. Der aus den Gärresten gewonnene Kompost kann anschließend noch in der Region vermarktet werden.

Der ausgewählte Standort bei Ensdorf bietet aus Sicht des BUND mehrere Vorteile: Anschlussmöglichkeiten für Wärme, Strom und Gas sind vorhanden, der Abstand zur Wohnbebauung ist ausreichend und die Anlage kann über die Autobahnen und die B269 von den LKW´s angefahren werden, ohne die Ortschaften zu belasten.

"Das alte Kohlekraftwerk bei Ensdorf wird in den nächsten Jahren vom Netz gehen. Die klimafreundlich gewonnene Abwärme aus dem Biomassezentrum kann dann in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Die Wertschöpfung bleibt in der Region", so Michael Grittmann, stellvertr. Landesvorsitzender des BUND Saar.


(Michael Grittmann)
Stellv. Landesvorsitzender BUND Saar


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/browse/2/artikel/bund-saar-begruesst-geplantes-biomassezentrum-bessere-nutzung-der-biomasse-im-saarland-dringend-notw/