BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


23. September 2016

BUND: Keine Erweiterung des Kalkabbaus in Biosphäre Hohe Belastung durch Kalkabbau in Rubenheim Umweltminister Jost: Pläne nicht zustimmungsfähig

Der BUND Bundesvorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger zeigte sich bei seinem Saarlandbesuch am Donnerstag, 22.09.2016 entsetzt über die Pläne, den Kalkabbau bei Rubenheim auszuweiten. Bei einer Besichtigung des Gebiets Harnickel inmitten des Biosphärenreservats Bliesgau sagte er: „Die Auswirkungen auf die nahen Naturschutzgebiete sind ebenso inakzeptabel wie zu erwartende Staub- und Lärmbelastungen für die betroffene Bevölkerung durch den Abbau und die zu erwartenden Belastungen durch den Schwerlastverkehr“.

Auch für den Vorsitzenden des BUND Saar, Christoph Hassel, ist die Steinbrucherweiterung „unvereinbar mit den Zielen des Biosphärenreservats“. So wird die geplante Erweiterung den Wasserhaushalt der umliegenden Flächen beeinflussen. Damit wären auch seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten betroffen, eine Verschlechterung der Biotope zu befürchten.

Der BUND wendet sich daher entschieden gegen eine Erweiterung des Kalksteinbruchs am Harnickel.

In einem Informationsaustausch zwischen Weiger, Hassel und dem saarländischen Umweltminister Reinhold Jost verwies dieser auf seine zusammenfassende Stellungnahme gegenüber dem als Raumordnungs-behörde zuständigen Innenministerium, in welchem er seine ablehnende Stellungnahme zu dem geplanten Vorhaben abgegeben habe. Er sieht darin die Pläne als nicht zustimmungsfähig.


(Christoph Hassel)
Landesvoristzender


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/browse/2/artikel/bund-keine-erweiterung-des-kalkabbaus-in-biosphaere-hohe-belastung-durch-kalkabbau-in-rubenheim-umw/