BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


12. Februar 2014

Verbände fordern Nachbesserungen zum Novellierungsentwurf des Saarländischen Jagdgesetzes

Anlässlich der bevorstehenden Anhörung im Landtag am kommenden Freitag zum Gesetz zur Änderung jagdlicher Vorschriften trafen sich am Montag verschiedene Verbände aus den Bereichen Natur- und Tierschutz sowie aus Forst und Jagd im Haus der Umwelt, um ihre gemeinschaftliche Position zu dem vorgelegten Entwurf vorzustellen.

„Der vorliegende Entwurf entspricht bei Weitem nicht seinen heutigen Anforderungen“, betont Michael Grittmann, stellvertretender Landesvorsitzender der BUND Saar. „Das bisherige Jagdgesetz wurde von Jägern für Jäger gemacht. Einer kleinen Anzahl von Jägern in wichtigen gesellschaftlichen Positionen ist es bis heute gelungen ist, die aus Gründen des Umwelt- Tier-und Artenschutzes notwendigen Reformen im Jagdgesetz zu verhindern. Kaum ein verantwortlicher Politiker hat es bis heute gewagt, solche Anforderungen in Gesetzesform zu bringen, so auch diesmal“ ergänzt er.

Bereits am 18.11.2010 hatten 11 Verbände eine gemeinsame Erklärung zur Novellierung des saarländischen Jagdgesetzes unterschrieben. Mit über 26 000 organisierten Mitgliedern stellen sie eine breite gesellschaftliche Basis dar. Auf Grundlage dieser gemeinsamen Erklärung wurde jetzt anlässlich der Anhörung zum Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften eine aktualisierte Stellungnahme zum vorliegenden Gesetzentwurf zur Änderung jagdlicher Vorschriften erarbeitet.

Die Verbände, die diese gemeinsame Erklärung unterzeichnet haben, bekennen sich ausdrücklich zu einer naturverträglichen Jagd als eine Form der Landnutzung, wenn sie den Kriterien der Nachhaltigkeit folgt und ethischen Normen nicht widerspricht.

Lobend erwähnt Ulrich Heintz, Landesvorsitzender des NABU, dass bereits einige, der Forderungen in den Entwurf integriert wurden. Zu nennen sind hier der erweiterte Verzicht auf Bleimunition (allerdings erst ab 2016) und der Verzicht auf den Abschuss von Haustieren. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch sind weitere umfängliche Anpassungen dringend erforderlich.“


(Michael Grittmann)
Stellv. Landesvorsitzender BUND Saar


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/verbaende-fordern-nachbesserungen-zum-novellierungsentwurf-des-saarlaendischen-jagdgesetzes/