BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


20. Januar 2012

Rolle rückwärts in der Wald- und Jagdpolitik NABU und BUND kritisieren CDU-Landtagsfraktion

Die grüne Umweltministerin war noch im Amt, da hat eine kleine Gruppe von selbsternannten „grünen“ Experten der CDU-Landtagsfraktion in einer Pressemitteilung vom  13. Januar 2012 die Wald- und Jagdpolitik der Jamaika-Koalition, zu der ja auch die CDU gehörte, aufgekündigt.

Mit haarsträubenden Argumenten, jenseits jeglicher wildbiologischer und waldbaulicher Kenntnisse, wurden die Ergebnisse des Waldzustandsberichtes 2011 von den Jagdlobbyisten zum Anlass genommen, der Rehwildzucht im Wald das Wort zu reden und ohne Rücksicht auf die bekannten, teils dramatischen Waldbodensituationen, bedenkenlos einen höheren Holzeinschlag zu fordern.

"Wenn sich in diesen unqualifizierten Äußerungen die gesamte Umweltkompetenz der CDU-Landtagsfraktion widerspiegeln sollte und Parlamentarier auf derart verantwortungslose Art und Weise ihre Schlussfolgerungen aus Fakten ableiten, dann muss man sich tatsächlich über die Zukunft dieses Landes ernsthafte Sorgen machen“, so der Vorsitzende des NABU, Uli Heintz und Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Dies lässt auch nach Ansicht der beiden Umweltverbände für die Umwelt- und Naturschutzpolitik einer Großen Koalition nicht Gutes erwarten, die zwar zunächst erstmal vom Tisch ist, aber auch nach Neuwahlen scheinbar von CDU und SPD angestrebt wird.


Bei Rückfragen:
Uli Heintz: 0171/4901669
Christoph Hassel: 0177/4113218


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/rolle-rueckwaerts-in-der-wald-und-jagdpolitik-nabu-und-bund-kritisieren-cdu-landtagsfraktion/