BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


10. Februar 2017

Geplante Globus-Ansiedlung im Förder-Gebiet von LIK-Nord: BUND und NABU widersprechen Minister Jost

Die beiden saarländischen Umweltverbände BUND und NABU kritisieren die aktuell veröffentlichten Äußerungen von Minister Reinhold Jost zum Thema "Ansiedlung eines Globus-Verbrauchermarktes in der Flächenkulisse  eines Naturschutzgroßvorhabens".

Laut SR-Bericht vom 07.02.2017 sei, lt. Minister Jost, "die Fläche naturschutzfachlich nicht besonders wertvoll, es handele sich lediglich um eine Bergehalde mit einem Mitfahrerparkplatz und ein paar Bäumen".

"Diese Einschätzung eines Umweltministers ist für uns einigermaßen erschreckend und kann nicht unkommentiert bleiben" so der stellvertretende Vorsitzende des BUND, Michael Grittmann.
Die in Diskussion stehende Fläche sei zwar nicht im Status eines ausgewiesenen Naturschutzgebietes, gehöre aber als Teil eines Naturschutzgroßvorhabens zum Naturerbe der Bundesrepublik Deutschland! "Wer dies immer noch nicht erkannt hat, dem sei dringend ein vertiefender Blick in die Förderrichtlinien der Bundesnaturschutzprojekte empfohlen", so Grittmann weiter.

"Durch das Herunterspielen der Bedeutung einer  80 - 100jährigen Waldfläche werde man der bundesweiten Brisanz dieser Standortdiskussion in keinster Weise gerecht", so auch der stellvertretende NABU-Landesvorsitzende Rudi Reiter. "Seit 1979 gab es in den 77 geförderten Projekten bislang nicht eines, bei dem aus unternehmerischen Gründen ein Flächentausch von Fördergebietsflächen vorgenommen wurde".

Dieser bislang einmalige Vorgang werde deshalb auch zum Anlass genommen, das Thema auf die Ebene der Bundesverbände von BUND und NABU zu heben.

"Im Übrigen..." so die beiden Verbändevertreter übereinstimmend „sei die immer wieder in der Diskussion zitierte angebliche naturschutzfachliche Höherwertigkeit des "Katzentümpel" als Ersatzfläche für die "Betzenhölle" keinesfalls als belastbar einzustufen".


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/geplante-globus-ansiedlung-im-foerder-gebiet-von-lik-nord-bund-und-nabu-widersprech/