BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


16. Mai 2013

Die Vielfalt erwandern Bundesweiter Wandertag zur biologischen Vielfalt

Frühlingszeit ist Wanderzeit – Noch bis zum 21. Juni findet bundesweit die Wanderaktion zur biologischen Vielfalt statt, zu der das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz aufgerufen haben. Bei der Zentralveranstaltung am 19. Mai am Losheimer Stausee wird der BUND Saar das fahrbare Klassenzimmer KunterBUNDmobil sowie die Wildkatze und das Projekt „Wildkatzensprung“ vorstellen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt diese Aktion und ruft dazu auf, sich jetzt auf die Spur der Natur und ihrer Vielfalt zu begeben.
Das besondere Interesse der Naturschützer gilt dabei der scheuen Wildkatze. In Deutschland leben nur noch ca. 5000 bis 7000 Exemplare. Die Chance, tatsächlich eine zu sehen, ist im Saarland dabei vergleichsweise hoch. „Wir schätzen, dass hier noch ca. 200 Tiere leben“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Aber wie erkennt man eine richtige Wildkatze? Schließlich sehen sie den nah verwandten Hauskatzen zum Verwechseln ähnlich. Auch dazu hat Christoph Hassel Tipps: „Wildkatzen zeichnen sich durch ein braun-beiges Fell mit schwarzen Streifen aus. Die Schwanzspitze ist stets schwarz.“

Und wenn man im Wald auf die scheuen Jäger trifft? „Vor allem sollte man sie nicht verschrecken, sondern rücksichtsvoll aus der Ferne beobachten. Kleine Wildkätzchen, die in diesen Wochen auf die Welt kommen, sind manchmal allein ohne ihre Mutter zu sehen. Diese sind dann zumeist auf Nahrungssuche und ganz in der Nähe. Also lassen Sie diese jungen Kätzchen und sagen Sie bitte uns Bescheid“ so der Tipp des BUND.

Wer mehr über die Wildkatze erfahren will und lieber auf Nummer sicher gehen mag: Wanderer können im Informationszentrum des Naturparks Saar-Hunsrück in Weiskirchen der Wildkatze auf die Spur kommen. Dort befindet sich derzeit die BUND-Wildkatzenausstellung.

Und auch die Beobachtung von häufigeren Arten, wie Rehen oder Eichhörnchen, macht gerade bei einem Familienausflug viel Freude“, so Hassel. In erster Linie geht es ja beim Wandern darum, den Lebensraum und Erholungsort Wald zur erleben. Im Gegensatz zu wirtschaftlich geprägten Forsten sind naturnahe Wälder Lebensraum für eine atemberaubende Vielfalt an Pilzen, Pflanzen und Tieren.

Hintergrund: Wildkatze als Symbol für biologische Vielfalt
Wildkatzen sind ein besonderes Symbol für die biologische Vielfalt, da sie hohe Ansprüche an die Natur stellen. Weite zusammenhängende Waldgebiete, nicht zerschnitten zerschnitten durch Siedlungen, Landwirtschaft oder Verkehrswege, sind ihr perfektes Zuhause. Und dort wo die Wildkatzen sich wohl fühlen, sind auch viele weitere geschützte Arten wie Dachs oder Haselmaus heimisch. Aus diesem Grund engagiert sich der BUND Saarland im Rahmen des Projekts „Wildkatzensprung“ gemeinsam mit neun weiteren Bundesländern für die Wiedervernetzung von Lebensräumen.

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz verbindet der BUND dabei Wälder durch Korridore aus Bäumen und Büschen, um den seltenen Tieren Zugang zu neuen Lebensräumen zu ermöglichen. Damit setzt der BUND jetzt schon um, was die EU gerade beschlossen hat. Am 6. Mai kündigte die Europäische Kommission an, die grüne Infrastruktur – also die Vernetzung von Naturgebieten und Grünflächen im städtischen und ländlichen Raum – in vielen Politikbereichen stärker zu fördern. Die Natur, ihre Vielfalt und ihr Wert sollen damit eine stärkere Rolle in politischen Entscheidungen finden. Der BUND ist hier bereits seit mehr als 20 Jahren aktiv.

Weitere Informationen unter www.bund.net/wildkatzen und www.wandertag.biologischevielfalt.de/zentralveranstaltung.html


Kontakt:
Martin Lillig
BUND Saar
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
Tel. 0681 813700
info@bund-saar.de


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/die-vielfalt-erwandern-bundesweiter-wandertag-zur-biologischen-vielfalt/