BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


13. Januar 2015

Dauerhafter Schutz für den Grünen Wall im Westen Ehemaliger Westwall soll unter Denkmalschutz BUND Saar fordert Novellierung des Denkmalschutzgesetzes

Der BUND Saar unternimmt einen neuen Anlauf, um über eine Änderung des saarländischen Denkmalschutzgesetzes den ehemaligen Westwall dauerhaft als Grünen Wall im Westen zu schützen. In einem Schreiben an den zuständigen Kultusminister Ulrich Commerçon wirbt der BUND Saar aktuell um eine Änderung des Gesetzes, um damit die Voraussetzungen zu schaffen, den ehemaligen Westwall als Flächendenkmal im Saarland unter Schutz zu stellen und damit vor einer weiteren Zerstörung zu bewahren.

Schon seit den 1970er Jahren setzt sich der BUND für den Erhalt der ehemaligen Westwallanlagen ein. Bereits im Jahr 2004 startete der BUND deutschlandweit das Projekt „Grüner Wall im Westen“, um diese Anlagen zu erhalten. Auslöser war die Feststellung, dass sich die alten Anlagen, ob noch intakt oder gesprengt, inzwischen als Lebensräume in unsere Landschaft integriert und in mancher Hinsicht Ersatzfunktionen für verlorengegangene Landschaftselemente übernommen haben. Auch hier im Saarland hatte der BUND Westwallanlagen untersucht und deren naturschutzfachliche Bedeutung nachgewiesen. Aber nicht nur für den Naturschutz, auch für den Denkmalschutz und als Mahnmale wider das Vergessen haben die „Burgen der Neuzeit“ inzwischen einen hohen Stellenwert erlangt.

Vorbild ist Rheinland-Pfalz, wo der gesamte Westwall als Strecken- und Flächendenkmal ausgewiesen ist. Mit der Übernahme gehen von Seiten des Bundes 25 Millionen Euro für die Sicherung und die Entwicklung an das Land Rheinland-Pfalz. Dieser Betrag bildet das Kapital einer neuen Stiftung zur Sicherung der Ausgaben, die notwendig sind, den Westwall als Kulturdenkmal zu erhalten und für den Naturschutz (Biotopverbund) zu entwickeln.

Als Problem für den Erhalt der Westwallanlagen erwies sich in der Vergangenheit häufig die Verkehrssicherungspflicht. Daher hat der BUND eine 67seitige Broschüre „Zum Umgang mit den Westwallanlagen“ herausgegeben, in der beispielhafte Verkehrssicherungsmaßnahmen aus Sicht des Natur- und Denkmalschutzes dargestellt werden.

„Was in Rheinland-Pfalz möglich ist, muss auch im Saarland möglich sein. Viele Anlagen des ehemaligen Westwalls haben mittlerweile eine wichtige Funktion im Naturschutz und für den Biotopverbund übernommen, wie unsere Untersuchungen belegt haben. Der dauerhafte Schutz und Sicherung des ehemaligen Westwalls als Grüner Wall im Westen muss auch im Saarland endlich angegangen werden. Die Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/dauerhafter-schutz-fuer-den-gruenen-wall-im-westen-ehemaliger-westwall-soll-unter-denkmalschutz-bund/