BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


15. März 2012

BUND unterstützt BürgerEenergieGenossenschaft Hochwald eG Energiewende auf lokaler Ebene vorantreiben Sorge um die Energiewende bei großer Koalition

Der BUND Saar unterstützt die unlängst gegründete BürgerEnergieGenossenschaft Hochwald eG, die in der Region den Ausbau der erneuerbaren Energien begleiten und vorantreiben möchte. Dazu ist der BUND Mitglied in der Genossenschaft geworden und hat einen Anteil gezeichnet.

„Der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien braucht die Akzeptanz und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Im Sinne einer regionalen Wertschöpfung gilt es diese immensen, dezentralen Potenziale zu erschließen. Nur so kann die Energiewende erfolgreich sein, sie kann nicht von oben verordnet werden. Bürger nehmen ihre Energieversorgung wieder selbst in die Hand“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Für den BUND hat diese Genossenschaft Vorbildcharakter für das ganze Land. Der BUND hofft, dass sich weitere BürgerEnergieGenossenschaften im Land gründen, um lokale und regionale Energieprojekte auf Basis erneuerbarer Energien auf den Weg zu bringen, an deren Wertschöpfung die Bürgerinnen und Bürger teilhaben können. Aber auch der Weg, den die Gemeinde Eppelborn eingeschlagen hat, wird vom BUND begrüßt. Dort hat die Gemeinde die Gründung einer Energiegenossenschaft initiiert und unterstützt. Die Dezentralisierung der Energieversorgung ist ein wesentlicher Faktor für das Voranbringen der Energiewende.

Um unabhängig von einer fossil-atomaren Energieversorgung zu werden, muss die Politik auf allen Ebenen einen attraktiven und auch verlässlichen Rahmen für die Energiewende setzen. Mit Blick auf die Landtagswahlen müssen sich Parteien auch daran messen lassen, wie sie dieses gesellschaftlich wichtige Zukunftsprojekt „Energiewende“ weiter vorantreiben. Deshalb hat der BUND schon etwas Sorge, dass trotz entsprechenden Bekenntnissen in den Parteiprogrammen bei einer großen Koalition die Energiewende nicht mehr so entschlossen und engagiert vorangetrieben wird, wie es notwendig wäre und in den letzten beiden Jahren auch geschehen ist. Die beiden großen Parteien bekennen sich zum fossilen Kraftwerkspark und stehen einer Modernisierung/Neubau aufgeschlossen gegenüber.

„Je schneller wir die Energiewende schaffen, umso besser ist das für die Umwelt und die Menschen. Im Saarland gibt es noch viele regenerative Energiepotenziale, die es zu erschließen gilt. Es darf keinen Weg zurück geben. Ein Jahr nach Fukushima dürfen wir nicht nachlassen, sondern müssen die Energiewende engagiert und entschlossen vorantreiben. Wir brauchen keine neuen Kohlekraftwerke im Saarland“, so Hassel.

(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender BUND Saar


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/bund-unterstuetzt-buergereenergiegenossenschaft-hochwald-eg-energiewende-auf-lokaler-ebene-vorantrei/