BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


12. April 2013

BUND Saar prangert Kahlschlag auf privaten Waldflächen an Waldbesitzer dürfen sich nicht der Verantwortung entziehen Umweltministerium muss handeln

Die saarländische Umweltministerin Anke Rehlinger hat am Tag des Waldes am 02. März das saarländische Jahr der Nachhaltigkeit gestartet und dabei die besondere Verantwortung der Landesregierung und auch der Bürgerinnen und Bürger betont, die ausdrücklich aufgefordert wurden, sich mit eigenen Ideen einzubringen.

Einige private Waldbesitzer fühlen sich hier aber nicht angesprochen, so der Eindruck des BUND Saar. Obwohl laut Paragraph 8 des saarländischen Waldgesetzes (SWalsG) der Wald nur mit Genehmigung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gerodet werden darf, und laut § 12 SWaldG Kahlschläge grundsätzlich verboten sind, kam es in der letzten Zeit im Raum Petersberg zu einigen Kahlschlägen, wie dem BUND berichtet wurde. Aktuell wurde ein ca. 3 - 4 Hektar großes Waldgebiet bei Eimersdorf kahl geschlagen. Eigentümer ist dort Eugen von Boch.

Auf keinen Fall liegen hier nach Ansicht des BUND Saar Gründe vor, die eine behördlich zu  genehmigende Ausnahme rechtfertigen könnten.

„Wenn unsere Umweltministerin die naturnahe Waldwirtschaft im Staatswald lobt und den Bürgerinnen und Bürgern verspricht, dass sie keine Kahlschlagwirtschaft befürchten muss, dann muss sie auch im Privatwald konsequent gegen diese großflächigen Waldzerstörungen vorgehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen“, so Michael Grittmann, stellvertretender Vorsitzender des BUND Saar.

Nachdem die Forstbehörde schon viel zu lange weggesehen hat, müssen jetzt Taten folgen.


(Michael Grittmann)
Stellvertretender Vorsitzender BUND Saar


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/bund-saar-prangert-kahlschlag-auf-privaten-waldflaechen-an-waldbesitzer-duerfen-sich-nicht-der-veran/