BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


15. April 2015

BUND Saar begrüßt Stopp der Grubenflutung RAG-Konzern muss Bedenken ernstnehmen Risiken und Auswirkungen müssen vorab geklärt werden

Als einen ersten Erfolg begrüßt der BUND Saar den vorläufigen Stopp der Grubenflutung am Standort Ensdorf, der durch den Widerspruch der Gemeinde Nalbach gegen die genehmigte Teilflutung erreicht wurde.

„RAG-Konzern und Landesregierung müssen die Sorgen und auch Ängste der Bürger ernstnehmen und die Flutung jetzt so lange aussetzen, bis in einem öffentlichen und transparenten Verfahren alle möglichen Risiken und Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt zweifelsfrei und unabhängig geklärt sind“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Die entsprechenden Verfahren sind mit der planerischen Anzeige der RAG angelaufen, in Kürze findet ein so genannter Scoping-Termin statt, bei dem auch der Untersuchungsumfang und die beizubringenden Untersuchungen und Gutachten festgelegt werden sollen.

Aus Sicht des BUND Saar besteht kein Grund zur Eile, die Teilflutung wieder aufzunehmen. Stattdessen drohe mit einer Wiederaufnahme die Gefahr, dass irreversibel Fakten geschaffen werden und möglichen Auswirkungen der Teilflutung nicht ausreichend untersucht und geklärt sind.

„Man sollte sich die Zeit nehmen und abwarten, bis alle Untersuchungen und Gutachten vorliegen. Ein dauerhafter Stopp der Teilflutung während der anstehenden Genehmigungsverfahren wäre auch ein wichtiges Signal an die Gesellschaft, dass man es ernst nimmt, wenn behauptet wird, dass man nur fluten wolle, wenn es keine Risiken gäbe. Das Wohl unserer Bürger und die Umwelt dürfen nicht den kurzfristigen Interessen des RAG-Konzerns geopfert werden“, so Hassel weiter.

(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender


Quelle: http://www.bund-saar.de/nc/presse/presseerklaerungen_landesverband/detail/artikel/bund-saar-begruesst-stopp-der-grubenflutung-rag-konzern-muss-bedenken-ernstnehmen-risiken-und-auswir/