Der BUND sucht unter dem Motto "Lebensraum Allee"
die schönste Allee des Jahres 2010
Der BUND sucht unter dem Motto "Lebensraum Allee" die schönste Allee des Jahres 2010. Lassen Sie uns an der Schönheit und der Besonderheit Ihrer Lieblingsallee teilhaben und schicken Sie uns ein Foto Ihrer Allee des Jahres mit einer kurzen Begründung für Ihre Auswahl. Vielleicht hat Ihre Allee eine besondere oder persönliche Geschichte? Ist sie bedroht? Oder es ist die Allee direkt vor Ihrer Haustüre: Aus allen Einsendungen wählt eine Jury die bundesweit eindrucksvollste Allee, die dann zum Tag der Allee am 20. Oktober zur Allee des Jahres 2010 gekürt wird. Im letzten Jahr gewann eine Birnenallee in Niedersachsen.
Alleen - lebendiges Kulturerbe
Es gab eine Zeit, da war Alleenschutz Chefsache: Preußens König Friedrich Wilhelm IV beispielsweise ordnete in seinem Alleen-Erlass von 1841 an, „...aufs Strengste darauf zu achten, dass Lichten und Aushauen prachtvoller Alleen, wie solches seine Majestät hier und da bemerkt habe, künftig durchaus unterbleibe“
Ihm und anderen Alleen-Begeisterten der Vergangenheit ist es zu verdanken, dass wir uns insbesondere in den drei Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an noch knapp 17.000 Kilometer der „grün-goldenen Tunnel“ erfreuen können. Insgesamt sind in Deutschland noch etwa 25.000 Kilometer Straße mit Alleebäumen bepflanzt.
Die Alleen können in ihrer Vielfalt, ihrer Pracht und schlichten Schönheit den Menschen ein Gefühl von Geborgenheit und Identität vermitteln. Sie sind Teil unserer Kultur, unseres kulturellen Erbes und besonders in Ostdeutschland für die Touristen ein auffälliges Markenzeichen.
Dieses Kulturgut ist bedroht. Die oft schon sehr alten Alleebäume sind zunehmend schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Falscher Baumschnitt und Verletzungen durch Straßenbaumaßnahmen sind oft Ursachen für Baumkrankheiten, die zu vorzeitigen Fällungen führen.
Der BUND engagiert sich für den Schutz unserer Alleebäume und ihre sorgsame Pflege, damit wir sie noch lange genießen können. Er setzt sich für verstärkte Nach- und Neupflanzungen ein, damit sich auch nachfolgende Generationen an den „grün - goldenen Tunneln“, den Obstbaum- und den Parkalleen freuen können.