• An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
Sie befinden sich hier:   Home Themen und Projekte Naturschutz Imker-Kampagne
large small default
PDF Drucken E-Mail

Saarbrücken, 08. September 2009:

alt

Kampagne gestartet
Und der Mensch blüht auf

„und der mensch blüht auf“ – so lautet der Titel der Imagekampagne, die der Landesverband saarländischer Imker jetzt mit Unterstützung des saarländischen Umweltministeriums gestartet hat. Im Mai dieses Jahres fiel der Startschuss für die auf mehrere Jahre angelegte Imagekampagne und das Bildungsprogramm zur Nachwuchswerbung der Imkerinnen und Imker.

 
Ziel der Kampagne „und der mensch blüht auf“ ist es, das Wissen um die Bedeutung der Imkerei für die heimische Natur- und Landschaftspflege bei Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen zu vertiefen, die Jugendarbeit der rund 100 saarländischen Imkervereine zu fördern und die Vermarktung von regional erzeugtem Honig zu unterstützen.

Zu den Kernelementen der Kampagne gehören neben der Mitgliederwerbung insbesondere ein Bildungsprogramm für die Jugendreferenten der rund 100 saarländischen Imkervereine sowie entsprechende Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer. Ergänzt  und unterstützt wird das Bildungsangebot auch durch das Themenheft „Bienen und Imkerei“, das das Umweltministerium und das Ökologische Schullandheim Spohns Haus in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Imker in der Edition „Spohns Haus“ erarbeitet haben. Außerdem sind ein neuer Lehr-Bienenstand und ein Imkerkurs speziell für Lehrer geplant. Hinzu kommen Projekte mit außerschulischen Jugendgruppen.

Unterstützt wird die Kampagne auch vom BUND Saar, deren langjähriger Vorsitzender Joachim Götz selbst Imker ist (siehe auch Kurzinterview).

Gute Gründe für die Imkerei

Aus Sicht des BUND Saar sprechen vor allem ökologische Gründe für die Imkerei. Imkerinnen und Imker pflegen den Artenreichtum unserer Tier- und Pflanzenwelt, sie sind wesentliche Akteure zum Erhalt unserer Biodiversität. Imkerinnen und Imker unterstützen eine naturnahe regionale Landwirtschaft und die nachhaltige Entwicklung unserer Heimat. Bienen schaffen die Existenzgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Bienen sind unersetzliche Bestäuber, sie liefern gesunde und natürliche Stoffe. Als blütenstete und frühzeitig im Jahr vorhandene große Zahl von Insekten liefern sie ungleich höhere Bestäubungsleistungen als andere Insekten.

Zitat aus der website des BMU: “Die weltweit 25.000 bis 30.0000 Bienenarten haben eine wichtige ökologische Funktion als  Blütenbestäuber: Sie sichern die Biodiversität der Pflanzen. Diese biologische Vielfalt ist der Reichtum der gesamten Menschheit. Trotz vielfacher nationaler und internationaler Gegenmaßnahmen schwindet die Biodiversität weltweit in dramatischem Ausmaß. Der Verlust der Vielfalt ist Besorgnis erregend, nicht nur aufgrund des Eigenwertes der Natur. Für uns Menschen ist die Natur die Grundlage unserer Existenz: sie liefert Nahrung, Trinkwasser, Medikamente, fruchtbare Böden und Brennstoffe. Wälder schützen vor Lawinen und Überschwemmungen, speichern große Mengen CO2 und wirken damit gegen den Klimawandel. Fast die Hälfte aller zugelassenen Medikamente in Deutschland wird aus Pflanzenmaterial gewonnen.“

Hintergrund
Bienen sind ein Paradebeispiel, wenn es darum geht, den ökonomischen Nutzen der Natur zu bestimmen. Forscher haben für das Jahr 2005 ermittelt, welchen Geldwert die Insekten weltweit als Bestäuber für Agrarpflanzen schaffen: 153 Milliarden Euro. Das ist fast ein Zehntel dessen, was die gesamte Nahrungsmittelproduktion rund um den Globus erwirtschaftet. Müsste der Mensch ohne die bestäubenden Insekten auskommen und deren Arbeit selbst machen, so würde dies 190 bis 310 Milliarden Euro pro Jahr kosten (Quelle: Natur&Kosmos). Was die Bienen erwirtschaften, ist im finanziellen Wert ein Mehrfaches des Konjunkturprogramms 2 der Bundesregierung. Bienen liefern ferner für die Gesundheit und Ernährung wertvolle natürliche Stoffe wie Honig, Propolis, Pollen oder Wachs, etc..
 
Wenn die Zahl der Imker-Vereine und der Imker insgesamt schrumpft, die Zahl der Bienenvölker weiter zurückgeht, hat dies zum einen gravierende Folgen für die wirtschaftlichen Erträge von Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau. Zum anderen steht die Tierart Biene als Vertreter für die Zukunftsaufgabe Artenvielfalt und Biodiversität. Ganze Pflanzenarten werden ohne Bestäubung nicht überleben können. Weniger Bienen bedeuten für unsere heimische Natur einen Verlust an zahlreichen Pflanzen und Tieren, deren Existenz von der Biene abhängt.

Die Wertschöpfung durch die Honigbiene (im Gegensatz zu den Solitärbienen, die die Vielzahl der Bienenarten darstellen) ist für die Allgemeinheit ungleich höher als für den Imker.

Mehr Infos zur Kampagne im Internet unter www.und-der-mensch-blüht-auf.de oder unter www.saarlandimker.de

Lesen Sie ein interessantes
Interview zum Thema Imkerei mit Joachim Götz, Imker und ehemaliger Vorsitzender des BUND Saar